Interessantes aus der Medizin

Intervall-Training kann Diabetes vorbeugen

Kräftiges Intervall-Training beugt Diabetes mellitus und Herzerkrankungen vor. Für eine Studie ließen schottische Forscher 16 Männer im Alter zwischen 19 und 23 (BMI 23) zwei Wochen lang auf einem Ergometer trainieren. Jeden zweiten Tag stand dabei eine spezielle Trainingseinheit auf dem Plan. 30 Sekunden lang sollten die Probanden kräftig in die Pedale treten, dann vier Minuten verschnaufen. Dieses Procedere wiederholte sich fünf Mal. Sowohl vor Studienbeginn als auch nach zwei Wochen wurde die Stoffwechselfunktion der Versuchsteilnehmer überprüft. Vor Trainingsbeginn stiegen die Blutzuckerwerte nach Genuss einer zuckerhaltigen Lösung stark an, bei der zweiten Messung nach dem Intervalltraining stiegen sie deutlich weniger stark an. Die Ergebnisse stützten bislang vorliegende Befunde. Wer sich viel bewegt hat ein deutlich niedrigeres Risiko, an Bluthochdruck oder Diabetes zu erkranken. Dabei scheint es wichtiger zu sein, sich im Alltag mehr zu bewegen, als ab und zu Sport zu machen. BMC Endocrine Disorders 2009, 9: 3, CardioNews online

Neues Medikament als mögliche Alternative zu Marcumar

Es scheint in Zukunft eine medikamentöse Alternative für Patienten zu geben, die wegen bestimmter Herzrhythmusstörungen auf das blutverdünnende Medikament Marcumar angewiesen sind. In einer internationalen Studie an mehr als 18.000 Patienten wurde der neue Wirkstoff Dabigatran in zwei Dosierungen bei Vorhofflimmern getestet.

In beiden Dosierungen erwies sich das neue Medikament dem bisherigen Standard in der Wirksamkeit - Verhinderung von Schlaganfällen und systemische Embolien - als mindestens gleichwertig. In der niedrigeren Dosis bot Dabigatran bei gleicher Wirksamkeit ein höheres Maß an Sicherheit: Schwere Blutungskomplikationen traten seltener auf. In der höheren Dosierung war der Vorteil ein höheres Maß an Wirksamkeit bei gleichem Risiko für schwere Blutungen. Die regelmäßige Kontrolle der Blutgerinnung ("Quick-Test") entfällt. Dagegen steht der hohe Preis des Medikamentes und der Nachteil der zweimal täglichen Einnahme.

NEJM September 2009